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Über uns

 

Am 05. Mai 1908 wurde der Fußballverein Alemannia 08 von einigen jungen Männern der Jahrgänge 1891 – 1894 zu einer Zeit gegründet, in der wenig Interesse an Fußball bestand. Die Gründer waren: Joseph Christ, Julius Eckart, Heinrich Gasser, Karl Hörmann, Julius Kortes, Heinrich Nagel, Georg Stephan und Heinrich Waller.

 

Die Leitung übernahm von 1908 – 1911 Julius Kortes. Als Sportgelände diente der Juxplatz, der jedoch zu klein war. Als 1911 Julius Eckart die Vereinsleitung übernahm, trat Alemannia 08 dem Süddeutschen Fußballverband bei. 1912  wurde am Ende der Römerstraße, im heutigen Ziegelfeld ein größerer Sportplatz angelegt und somit in den Spielbetrieb investiert. Es entdeckten immer mehr Jugendliche ihr Interesse am Fußball. Alemannia 08 spielte damals in der B-Klasse.

 

1914 reißt der 1. Weltkrieg empfindliche Lücken in die Reihen der Spieler und der Spielbetrieb kommt zum Erliegen.

 

1916 bringt Heinrich Waller den Spielbetrieb mit Verbands- und Freundschaftsspielen wieder in Gang, bis 1918 die Jahrgänge 1898 – 1900 einberufen werden und der Spielbetrieb wieder zum Erliegen kommt. Im 1. Weltkrieg kehren leider viele treue Mitglieder und Anhänger des Vereins nicht mehr aus dem Krieg zurück und auch der Sportplatz geht verloren.


Doch am 23. November 1918 wird zusammen mit dem 1911 gegründeten Sportverein der Fußballverein Alemannia 1908 Nied am Main aus der Taufe gehoben und unter den Vorsitz von Julius Eckart gestellt.

 

1919 entsteht nach vielen Schwierigkeiten der Sportplatz an der Eisenbahnwerkstatt. Auf diesem Sportplatz findet auch heute noch der gesamte Spielbetrieb statt. Der wachsende Verein erringt die Gaumeisterschaft Rhein-Hessen-Saar.


1921 trennt sich der Sportverein 1911 vom Fußballverein Alemannia 1908 und eine damalig führende Sportzeitung vergleicht die spielerische Qualität der Alemannen mit den ersten süddeutschen Spitzenvereinen.

 

In der Saison 1925/26 gelingt der 1. Mannschaft der Aufstieg in die zweithöchste Fußballklasse, der damaligen 1. Kreisklasse und sie gewinnen den Kreispokal. Zum 20-jährigen Jubiläum 1928 wird das selbst gebaute Klubhaus eingeweiht. Bis zum 25-jährigen Jubiläum 1933 werden durch intensive Arbeit mit namhaften Trainern die Meisterschaft und der Aufstieg in die Bezirksliga geschafft. Dort spielt die Alemannia 1939 weiter.


Nachdem der 2. Weltkrieg den Spielbetrieb fast wieder zum Erliegen gebracht hat, wird in der Saison 1942/43 wieder eine Meisterschaft errungen. In der Sportgemeinschaft Nied schlossen sich nach dem Krieg alle Sportvereine zusammen. Ende 1949 wird die Fußballabteilung wieder aus der Sportgemeinschaft Nied herausgelöst, nachdem das viele Stimmen forderten.

 

Somit wurde am 01. Januar 1950 die Alemannia 08 unter Vorsitz von Otto Kahl neu gegründet. Trotz steigender Mitgliedszahlen werden die spielerischen Erfolge seltener. 1952 muss der Verein in die B-Klasse absteigen, steigt aber im darauffolgenden Jahr schon wieder in die A-Klasse auf. Der Sportplatz wird in dieser Zeit unermüdlich verbessert und verschönert. Trotz dem Erringen der Meisterschaft in der A-Klasse verliert die 1. Mannschaft ihr Selbstvertrauen und schafft den Aufstieg nicht. Zeitweise gibt es zwischen 7 und 8 Mannschaften, von Schülern bis zu den „Alten Herren“, die Samstags und Sonntags Fußball spielen. Die A-Jugend erringt 1958 den Titel der Kreismeisters. Dr. Heinrich Heirich übernimmt den Platz des aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Vorsitzenden Otto Kahl und schafft grundlegende Veränderungen in der Vereinssatzung.

 

In der Saison 1962/63 gelingt der 1. Mannschaft mit Trainer Rudi Meier die Meisterschaft in der A-Klasse und der Aufstieg in die 2. Amateurliga. 1964 muss Alemannia 08 wieder in die A-Klasse absteigen, werden aber aufgrund ihres guten Tabellenplatzes 1965 bei der Neugliederung des Spielsystems in Hessen in die Bezirksliga Wiesbaden eingestuft.

 

In der Saison 1965/66 wird Trainer Rudi Meier von Franz Bänisch abgelöst und die 1. Mannschaft steht wieder an der Spitze. Der 1965 zurückgetretene Dr. Heinrich Heirich wird durch Karl Noß ersetzt, bleibt dem Verein aber als 2. Vorsitzender erhalten, bis er 1968 erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt wird. 1966 wird Erwin Kerkmann als Trainer verpflichtet und führt die 1. Mannschaft zur Vizemeisterschaft. 1968 stehen die 1. Mannschaft und die Reserve ununterbrochen auf dem 1. Tabellenplatz. Die ersehnte Meisterschaft im Jubiläumsjahr wird erst an den letzten beiden Spieltagen entschieden. Alemannia 08 Nied ist Meister der Bezirksklasse und schafft den Aufstieg in die Gruppenliga-Süd. Alemannia 08 muss im selben Jahr jedoch wieder aus der Gruppenliga absteigen und spielt bis zur Saison 1973/74 wieder in der Bezirksliga Wiesbaden.

 

In der Saison 1973/74 steigt Alemannia 08 Nied wieder in die A-Klasse ab, da versierte Spieler fehlen, A-Jugendspieler eingesetzt werden müssen und Trainer wechseln. 1970 hat Herbert Diefenbach den Vorsitz von Alemannia 08  Nied übernommen.

 

Mit großen Opfern einzelner Mitglieder wird das Vereinsheim vollständig in Eigenregie umgebaut, da der Sportplatz in schlechtem Zustand ist und die Stadt Frankfurt ihn nicht unter ihre Verwaltung nimmt. Durch den Umbau und die Verbesserungen des Vereinsheimes erhöht sich das Vereinsvermögen und das Vereinsleben intensiviert sich durch Turniere, Faschingsveranstaltungen, Sommerfeste und Weihnachtsfeiern, die mit Hilfe vieler Vereinsmitglieder und deren Frauen im Vereinsheim ausgerichtet werden.

 

1976 – 1983 kann die Jugendabteilung schon Erfolge erringen. Die A-Jugend wird Meister, ebenfalls die C-Jugend, die noch dazu eine Pokalmeisterschaft erringen kann. Die D-Jugend wird 1982 Meister in der Feldrunde und Vizemeister in der Hallenrunde. Der langjährige 1. Kassierer Günter Weichel wird 1976 1. Vorsitzender, nachdem Herbert Diefenbach sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hat. Günter Weichel schafft es nach langem Ringen mit der Stadt Frankfurt, dass der Sportplatz zu einem Hartplatz umgebaut wird und eine Flutlichtanlage eingeplant wird, die durch Spenden treuer Vereinsmitglieder 1982 fertig gestellt wird.

 

1985 übernimmt Ute Weber, die sowohl im Verein, als auch auf Verbandsebene im Jugendbereich tätig war, das Amt der 1. Vorsitzenden von Günter Weichel und Manfred Sonntag übernimmt das Amt des 2. Vorsitzenden. Währenddessen spielte die 1. Mannschaft in der A-Klasse, die Jugendabteilung bestand aus der A bis zur E-Jugend und die „Alten Herren“ spielten in der SoMa-Runde.

 

In der Saison 1986/87 mussten die 1. und die 2. Mannschaft mit dem Abstieg in die B-Klasse, leider die A-Klasse wieder verlassen. Auf der Jahreshauptversammlung 1987 wurde Manfred Sonntag zum 1. Vorsitzenden und Wolfgang Frietzche zum 2. Vorsitzenden gewählt.

 

In der Saison 1987/88 schaffte die 1. Mannschaft den sofortigen Aufstieg in die A-Klasse (heutige Bezirksliga).

 

In der Saison 1988/89 war der Höhepunkt der Aufstieg in die Bezirksoberliga. Im entscheidenden Spiel um den Aufstieg am 21. Mai 1989 wurde der DJK Zeilsheim nach Verlängerung vor 1.500 Zuschauern mit 3:2 bezwungen. Dies war im Wesentlichen der Verdienst des Trainers Klaus Nilges. Dieser war als langjähriger Aktiver in der Hessenliga unterwegs. Der Aufstieg 1988/89 war jedoch mit erheblichen Kosten verbunden, da es nur 4 Heimatvereine als Gegner waren und somit größere Fahrten zu den Auswärtsspielen (z.B. Westerwald u.a.) nötig waren. Dies war unter anderem auch der wesentliche Grund, dass die Alemannia 08 Nied nach 2 Jahren wieder in die Bezirksliga abstieg.

 

Trotz der sportlichen Erfolge, auch in der Jugend, blieben das mittlerweile nicht mehr zeitgemäße Vereinsheim und der Hart-/Tennenplatz, der aufgrund unzureichender Bewässerungsanlage oft als Notstandsgebiet oder Staubwüste bezeichnet wurde, das Sorgenkind. Die Stadt Frankfurt erteilte, nach zähen Verhandlungen mit den Vorstandsmitgliedern Sonntag und Frietzche sen., die Zusage für den Neubau des Vereinsheimes. Örtliche Politiker, der Vereinsring Nied, der Gewerbeverein Nied u.a. unterstützten die Alemannia 08 Nied in ihren Bemühungen. Somit konnte der Grundstein für das neue Funktionsgebäude im Oktober 1992 gelegt werden und im Mai 1994 an die Alemannen übergeben werden. Danach wurde mit dem Abbruch der bisherigen Baulichkeiten begonnen. Herr Frietzche war als Mann vom Fach in dieser Zeit eine große Unterstützung für den zuständigen Architekten.

 

In den Saisons 1991/92 bis 1997/98 spielten die aktiven Mannschaften der Alemannia 08 Nied mit wechselndem Erfolg in der Bezirksliga, bis sie Ende der Saison 1997/98 in die A-Klasse abstiegen, der sie bis zum Saisonende 2001/2002 angehörten.

 

In der Saison 2003/2004 wurde mit Trainer Michael Fischer die Meisterschaft mit der 1. Mannschaft und die Rückkehr in die Bezirksliga gefeiert. In der Relegation 2005 verpassten die Alemannen den Aufstieg in die Bezirksoberliga. Ende der Saison 2006/2007 stieg die Alemannia 08 Nied nach dem Weggang zahlreicher aktiver Spieler und des Trainers Michael Fischer wieder in die A-Klasse ab.

 

In der Saison 2007/2008 nahmen 8 Mannschaften, von den Bambinis bis zur B-Jugend und einer B-Mädchen-Mannschaft am Spielbetrieb teil. In der besonders die Erfolge der C1-Jugend und der neu gegründeten B-Jugend hervor zu heben sind.

 

In der Saison 2016/2017 nehmen 8 Mannschaften von der G-Jugend (Bambinis) bis zu den E-Junioren, eine 1. und 2. Mannschaft am Spielbetrieb teil. Die 2. Mannschaft ist aktuell Herbstmeister der Kreisliga C Main-Taunus. Die 1. Mannschaft spielt in der Kreisoberliga. Die E1-Junioren befinden sich aktuell auf dem 1. Tabellenplatz in der Kreisklasse Gruppe 2.

 

Trotz der sportlichen Hochs und Tiefs ließen und lassen sich die Verantwortlichen nicht entmutigen. Der sportliche Erfolg kann nicht herbei gezaubert werden, sondern ist Engagement ehrenamtlicher Personen, von den finanziellen Möglichkeiten und einer guten Jugendarbeit abhängig.

Im Jahr 2014 wurde das Sportgelände des FV Alemannia 08 Nied e.V. zum 2. Besten Sportgeländer mit nur einem Kunstrasenspielfeld ausgezeichnet.

 

Die wesentlichen Verantwortlichen in der Vereinsführung des FV Alemannia 08 Nied e.V. waren in den vorgenannten Jahren:

 

1994-1999 Wolfgang Frietzche sen. 1. Vorsitzender, Herbert Gath 2. Vorsitzender

1999-2003 Gerhard Petschik 1. Vorsitzender, Thomas Wendt 2. Vorsitzender, Rainer Rölke 2. Vorsitzender

2003-2007 Harald Müller 1. Vorsitzender, Thomas Wendt 2. Vorsitzender, Michael Hainbach 2. Vorsitzender

2007-2008 Michael Hainbach 1. Vorsitzender, Hans-Jürgen Simon 2. Vorsitzender, Frank Kleppich 2. Vorsitzender

2008-2015 Jörg Höntsch 1. Vorsitzender, Frank Kleppich 2. Vorsitzender

2015-dato Peter Frey 1. Vorsitzender, Klaus Knäbe 2. Vorsitzender

 


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